Dem Brummton in meinem Kopf auf der Spur

Ein lästiger Brummton im Kopf verfolgt viele Menschen weltweit überall hin. Auch mir geht das pulsierende Brummen seit Januar 2023 auf die Nerven. Eine plausible Erklärung zur Ursache sowie wirksame Abstellmaßnahmen suche ich in meinem Lebensraum und im Internet vergeblich. Grund genug, die eigene Brummtonforschung auf andere Weise anzugehen.

Seit Anfang Januar 2023 brummt es in meinem Kopf mit 70 Hertz (Hz) und 1,5 Hz pulsierender Schwebung: Wuuhuu-Wuuhuu-Wuuhuu. Schon viele Jahre ist der Brummer phasenweise für Wochen und Monate immer mal wieder aufdringlicher Begleiter in meinem Kopf. Penetrant aufdringlich raubt er mir in ruhigen konzentrierten Momenten oder in leisen Umgebungen immer wieder die Aufmerksamkeit.

Ungewöhnlich laut mischen sich Ohrensausen und häufig anschwingende Tinnitus-Pfeiftöne dazu – es ist regelrechter Lärm im Kopf. Zur Zeit lebe ich in der Prignitz (Brandenburg, Deutschland), in anderen Regionen und Nachbarländern in meiner Vergangenheit brummte es aber genauso.

Tinnitus? Vielleicht, aber was löst ihn aus?

Natürlich ist mir bewusst, dass der Brummton durchaus ein Tinnitus-Effekt sein kann, ein Phantomgeräusch aus meinem zentralen Hörorgan oder Mikrovibrationen (Muskelzittern) die über Körperschall ins Gehör eintreten. Allerdings ist die Tinnitusursache nicht sauber geklärt und physikalische äußere Störeinwirkungen, wie beispielsweise Funkwellen, werden kaum als (Mit-)Verursacher in Erwägung gezogen. Das möchte ich hier auf dieser Webseite genauer untersuchen.

Da meine Umgebung recht still ist, kann ich den Brummton und alle Ohrnebengeräusche sehr präzise hören. Deshalb anayisiere ich als erstes diese Geräuschkulisse und plausibilisiere dann die vielfälltigen wahrgenommenen Quereinflüsse auf Brummtonveränderungen. Anschließend verfoge ich die Signalkette in Richtung Nerven und Gehirn sowie Angregungsursachen aus dem eigenen Körper oder von außerhalb.

Die Simulation zeigt, wo der Brummton entsteht

Mit dem Tongenerator der Audio-Software „Cool Edit Pro 2“ habe ich den Brummton in meinem Kopf durch präzisen Hörvergleich nachempfunden und einige Klangvarianten aneinander gereiht (Audio 1).

Audio 1: Simulierter Brummton samt Nebeneffekten, wie es sich in meinem Kopf anhört. Achtung, Lautstärke 15 Prozent genügen! Ohrhörer verwenden!

 

Bild 1 zeigt exemplarisch die typische Schwebung, ein elementar charakteristisches Merkmal des pulsierenden Brummtons.

Bild 1: Die Brummton-Simulation addiert zwei Sinussignale: Kanal 1: 70 Hz Stereo mit Balance R+35% und Kanal 2: 71,5 Hz Stereo mit Balance L+35%. Das dargestellte Resultat ist eine weich klingende, räumliche wanderende Schwebung mit 1,5 Hz Amplitudenmodulation, deren Einsattelung noch 25% AM-Hub aufweist sowie eine leichte Phasenmodulation (linkes Ohr oben, rechtes Ohr unten).

Diese Signaturen lassen auf die Entstehung des Brummton schließen. Die Schwebung deutet auf die beiden Hörschnecken hin, in denen durch eine Anregungeenergie etwas auf Resonanz kommt, sodass zwei nicht-synchron schwingende Osszilatoren entstehen (beispielsweise rechte Cochlea 70 Hz und linke Cochlea 71,5 Hz). Dazu mehr unter Entstehung des Brummtons.

Ursachenanlyse und Selbstschutzmaßnahmen

Wie nun dem Brummton-Problem beikommen? Eine systematische Brummton-Ursachenanalyse muss im wesentlichen zwei Dinge klären: „Wie entsteht dieses Geräuschempfinden im Kopf?“ und „Was die antreibende Kraft dahinter?“.

Meine Erkenntnisse daraus und insbesondere funktionierende Selbstschutzmaßnahmen, das Brummen erträglicher zu machen oder gar loszuwerden, möchte ich hier besprechen. Dabei wünsche ich mir mit anderen verbrummten Menschen gegenseitigen Erfahrungsaustausch, gemeinsame Experimente, Recherchen sowie Interviews mit Fachspezialisten und letztlich einen Sieg über dieses Leiden.

Melde dich bei mir und lass uns gemeinsam forschen:

E-Mail: jens<ät>hellwach.info
Mobiltelefon: +49 152 fünf-vier-zwei-eins-eins-neun-sieben-sechs